Benjamin Bucher

Gesundheit sticht Gerechtigkeit aus

unsplash.com@kellysikkema <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Benjamin&nbsp;Bucher)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>stefanskirche.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>369</div><div class='bid' style='display:none;'>2056</div><div class='usr' style='display:none;'>189</div>

Irgendetwas ist im Kampf gegen Corona schiefgelaufen. Von Anfang an wurden drastische Massnahmen ergriffen, um Schutz und Gesundheit von Menschen zu erhalten. Der Aspekt der weltweiten Gerechtigkeit aber war nicht auf dem Radar.
Thomas Bucher,
Wohlhabende Länder haben Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergriffen. Diese haben sie Milliarden gekostet, die sie nicht haben. Weniger wohlhabende Länder haben einen anderen Preis bezahlt. Sie haben kein Geld für Kurzarbeitsentschädigungen. Millionen von Tagelöhnern und ihre Familien (ver-) hungern seither. Die Armen und Schwachen bezahlen den höchsten Preis: 100 Millionen Menschen zusätzlich werden in die Armut stürzen (Armutsgrenze bei CHF 5 täglich angesetzt).

Warum haben wir diese Richtung eingeschlagen?
Es geht hauptsächlich um die Frage der Sicherheit. Es gibt aber keine Hoffnung auf Sicherheit, wenn wir keine Gewissheit haben, dass jemand Grösseres (Gott) über uns wacht. Streben nur nach Sicherheit macht letztlich egoistisch. Nur wer weiss, dass er/sie von Gott gehalten ist, kann auch Opfer bringen.

Was ist zu tun?
Es beginnt mit uns. Wenden wir uns doch zuerst an Gott und sein Wort. Unsere erste Verantwortung ist unser Herz. Wo hat die Sorge um unsere eigene Gesundheit die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit übertrumpft? Welche Opfer können wir bringen, um die Gerechtigkeit, wie Gott sie sieht, wiederherzustellen? Danach haben wir auch eine Verantwortung in der Gesellschaft. Als Christen müssen wir mutig die schwierigen Fragen stellen. Wie in der Bibel oft gefordert, sollen wir unsere Stimme für die Armen und Rechtlosen erheben. Dies wird Opfer in allen Lebensbereichen erfordern. Wir sind nicht machtlos. Wir können etwas tun gegen die Auswirkungen der Ungerechtigkeit. Dies ganz im Sinne unseres Leitbildes: Aufmerksamkeit, Herzlichkeit, Begeisterung und Grosszügigkeit leiten uns. Somit denken und handeln wir sowohl lokal, regional als auch global.
Bereitgestellt: 26.10.2020     Besuche: 7 heute, 105 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch