Katrin Stalder

Politik in der Kirche?

front <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Katrin&nbsp;Stalder)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>stefanskirche.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>83</div><div class='bid' style='display:none;'>2071</div><div class='usr' style='display:none;'>27</div>

Begrenzungsinitiative, Beschaffung von Kampfjets, Konzernverantwortungsinitiative… In den letzten Monaten gab und gibt es eine ganze Reihe von brisanten Abstimmungsvorlagen. Und die Schweizerbürgerinnen und -bürger können sich dank derdirekten Demokratie beteiligen.
Fredy Flückiger,
Nicht in vielen Staaten dieser Welt kann die Bevölkerung über aktuelle Regierungsgeschäfte entscheiden. Das ist ein besonderes Privileg in der Schweiz! Dieses Privileg nimmt uns aber auch in die Verantwortung. Wir sollen mitentscheiden, ob beispielsweise die Kampfjets angeschafft werden, und ob Konzerne für ihr Tun und Lassen im Ausland zur Verantwortung gezogen werden. Keine leichten Entscheidungen! Es bedingt, dass wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und uns eine Meinung dazu bilden. Klar, niemand wird gezwungen, sich an den Abstimmungen und Wahlen zu beteiligen. Vielleicht geben wir einfach die Meinung einer uns nahestehenden Person oder Partei wieder. Nehmen wir aber damit unsere Verantwortung wahr? Niemand kann und soll uns die eigene Meinungsbildung abnehmen. Wie kann denn diese Meinungsbildung stattfinden? Ich lese unter anderem in einer christlichen Zeitschrift immer die Rubrik Pro und Contra zu politischen Themen. Auch am Familientisch mit unseren erwachsenen Kindern sind solche Themen oft im Mittelpunkt. Hilfreich! Obwohl die Landeskirche rät, keine politischen Statements abzugeben, steht im Leitbild unserer Kirchgemeinde: „Wir engagieren uns mit Wort und Tat in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und für die Schöpfung.“ Wie denn? Indem die Kirchgemeinde Hirzenbach unterstützend in der Meinungsbildung wirkt. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Zeilen jemanden ermutigen würden, eine (weitere) Plattform in der Kirchgemeinde mit zu lancieren, welche die Meinungsbildung zu solchen politischen Themen fördert. Wer würde aufblühen, wenn er/sie sowas mit organisieren kann? Ich freue mich auf Reaktionen zu diesem Text.

Fredy Flückiger, Sozialdiakon
Bereitgestellt: 11.11.2020     Besuche: 70 Monat 
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