Katrin Stalder

Ermöglicher: Was ist das eigentlich?

unsplash.com@federize <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Katrin&nbsp;Stalder)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>stefanskirche.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>83</div><div class='bid' style='display:none;'>2070</div><div class='usr' style='display:none;'>27</div>

Manchmal studiert man an neuen Wegen und Möglichkeiten herum und wird danach gleich zu einem guten Beispiel dafür.
Benjamin Bucher,
„Das Verhältnis meiner Aufgaben innerhalb meiner Anstellung stimmt so nicht für mich. Die Buchhaltung und Administratives nimmt einen grossen Teil meines kleinen Pensums ein. Ich würde gerne wieder mehr Zeit haben, um mit den freiwillig Mitarbeitenden und den Gästen unterwegs sein zu können, und ganz grundsätzlich würde ich gerne mehr vor Ort sein.“
Anja Renz: Ex-Co-Betriebsleiterin COFFEE&DEEDS 30%, heute Hauptbetriebsleiterin 80%

„Ich mache zwar alle meine Aufgaben gerne, aber ich habe nicht Zeit, um allem gerecht zu werden. Am liebsten fokussiere ich mich darum auf DEEDS-Anliegen.“
Raffaela Turchi: Ex-Hauptbetriebsleitung COFFEE&DEEDS 50%, heute Leitung Bereich DEEDS 40%

„Ich denke bereits seit einem Jahr darüber nach, wem ich den DEEDS-Bereich übergeben könnte. Ich denke, es wäre an der Zeit, dass neuer Wind aufkommt in diesem Bereich. Ausserdem würde ich gerne eine neue Herausforderung annehmen, die näher mit meiner Anstellung Kommunikation und Fundraising in der Kirchgemeinde zusammenhängt.“
Benjamin Bucher: Ex-Leitung Bereich DEEDS 40%, heute Ermöglicher 40%.

Das waren Gedanken der Dreier- Betriebsleitung des COFFEE&- DEEDS im Juli dieses Jahres. Die drei fühlten sich, als wären sie zwar im richtigen Bus unterwegs, aber auf dem falschen Platz. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für die neue Ermöglicher-Stelle in der Kirchgemeinde. An einem gewissen Punkt wurde den Verantwortlichen und den direkt Betroffenen klar, dass die Lösung, sprich die richtigen Leute, nicht ausserhalb der Organisation zu suchen und zu finden sind. Sie waren bereits hier. Es brauchte lediglich eine Stellenrochade und eine Umverteilung der Stellenprozente. So kam es, dass auf 1. September 2020 diese drei Personen ihre neuen Stellen antraten.
Zwischenfazit nach zwei Monaten: Die drei fühlen sich am richtigen Platz, und das wird auch von Mitarbeitenden und Gästen im COFFEE& DEEDS und von Kirchgemeindemitgliedern wahrgenommen.
An uns ist exemplarisch passiert, worum es bei der Ermöglicher-Stelle geht. Wir wollen sowohl mit freiwillig wie auch bezahlten Mitarbeitenden in Gesprächen herausfinden und begleiten, was in deren Leben oder durch ihn oder sie zum Blühen kommen kann. Dies gilt für langjährig Mitarbeitende wie auch für neu Interessierte. Dieser Ansatz ist nicht neu in unserer Kirchgemeinde. Wir wollen ihn in Zukunft aber konsequenter verfolgen. Das bedeutet, dass wir in Zukunft noch sehr viel weniger Personen für spezifische Aufgaben suchen. Vielmehr wollen wir als auf Gott und Menschen Hörende unterwegs sein, damit passende Wirkungsfelder erschlossen und bespielt werden können. Meine Aufgabe als Ermöglicher ist es, diese Kultur weiter zu fördern. Ich werde selbst auf Menschen, vielleicht genau auf Sie, zugehen und Sie zu einem Kennenlerngespräch, wir nennen es Gartengespräch, einladen.

So ein Gartengespräch wird von einem Zweierteam durchgeführt. Fragen, die wir bewegen und wo wir hinhören wollen, sind z.B.: • Grundsätzliche Kennenlern- Fragen • Was tust du leidenschaftlich gerne? • Was würdest du gerne von deiner Lebensgeschichte teilen? • Was würdest du gerne tun, konntest es aber bisher nicht verwirklichen? • Hast du einen Traum? • Was waren Highlights bei deiner Arbeit bislang in der Kirchgemeinde?
Meine Aufgabe ist nicht, diese Gartengespräche alle selbst zu führen. Ich soll die Grundlagen, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten schaffen, dass solche Gespräche Normalität werden können und möglichst viele Menschen an dem Platz sind, wo sie wachsen und blühen können. Die Arbeit aller Freiwilligen macht unsere Kirchgemeinde farbiger und vielfältiger und trägt zu einer solidarischen Gemeinschaft bei. Wir schätzen den Erfahrungsreichtum, die vielseitigen Kompetenzen, das Mitgestalten und kritische Mitdenken der Freiwilligen. Jede und jeder hat Fähigkeiten und Gaben, die sie oder er einsetzen kann. Und das gilt für Teenager genauso wie für Senioren. Ich freue mich mit Ihnen auf diesem neuen Weg unterwegs zu sein.

Benjamin Bucher, Ermöglicher
Bereitgestellt: 29.10.2020     Besuche: 64 Monat 
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