Katrin Stalder

COFFEE&DEEDS – Foodbags für Frauen im Milieu

IMG-20210115-WA0005 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Katrin&nbsp;Stalder)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>stefanskirche.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>83</div><div class='bid' style='display:none;'>2126</div><div class='usr' style='display:none;'>27</div>

Ende Dezember kam jemand aus dem Bekanntenkreis des COFFEE& DEEDS auf uns zu. Sie ist Teil eines Street-Work-Teams, die regelmässig Frauen aus dem Milieu besuchen. Sie sagte, die Not sei gross im Milieu, diese Frauen hätten nun kein Ein-kommen, keine Familie, keine Möglichkeiten.
Raffaela Turchi
Sie wären verzweifelt und seien einfach froh gewesen, habe jemand zugehört während ihren Besuchen. Diese Sätze berührten mein Herz. Im Gebet erhielten wir den Gedanken, Foodbags zu sammeln und danach zu verteilen. Sofort gestaltete Elena Schwander aus dem Street- Work-Team in Zusammenarbeit mit dem COFFEE&DEEDS einen Flyer, um Werbung für diese Verteilaktion zu machen. Innerhalb von knapp zwei Wochen sammelten wir 50 Foodbags. Einige waren bereits mit richtig viel Liebe abgepackt. Das war so wunderschön zu erleben. Wir verteilten die Sachspenden in die verschiedenen Foodbags. Der Satz von Dr. Johannes Hartl erscheint uns wichtig: „Gebet ist nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts.“ So gingen wir zwei Tage vorher ins Milieu und beteten für die Menschen dort. Denn der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. Am Abend der Verteilaktion war das Auto vollgepackt mit wunderschönen Säcken für 50 Frauen.

Im Schneegestöber war die Fahrt und die Aktion ein wirkliches Abenteuer, das tief im Herzen viel erfüllende Freude bereitete. Alle Säcke konnten an verschiedene Frauen verteilt werden. Eine Frau konnte die Sachen kaum tragen, sie fielen ihr zu Boden. Da weinte sie bitterlich und sagte den Frauen: „Ich bin noch nie im Leben so beschenkt worden, und nun kann ich die Sachen nicht einmal selber tragen.“ Unsere Helferinnen kümmerten sich um sie, halfen die Sachen bis in das Zimmer tragen und konnten auch für sie beten. Wir sind der Meinung, dass wenn wir die Menschen mit dem Nötigsten versorgen und ihnen auch zeigen, wenn es sich ergibt, dass es einen Vater im Himmel gibt, der lebendig ist und seinen Sohn Jesus als Mensch in diese Welt geschickt hat, dann kann ein neues Leben der Veränderung beginnen. Vor mehr als hundert Jahren sagte das Ehepaar Booth: Suppe, Seife, Seelenheil brauchen die Menschen. Heute ist das vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäss. Übertragen auf die Frauen im Milieu, könnte man es so ausdrücken: Foodbags, Kosmetik, Gebet.

Danke, sagen wir für eine geglückte spontane Aktion.
Es waren viele Menschen involviert: Danke allen Spenderinnen, Helferinnen, Verteilerinnen, Beterinnen und Danke unserem Schöpfer im Himmel, der wieder einmal für das Wollen und auch für das Vollbringen gesorgt hat! Viel Mut weiterhin allen Quartierbewohnenden!

Raffaela Turchi, Leitung DEEDS
Bereitgestellt: 29.01.2021     Besuche: 95 Monat 
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