Nichts tun, und doch bleibt nichts ungetan - Stefansviertel und neues Beratungsangebot

Monika Wittwer (Foto: Katrin Stalder)
Wir sind gerade dann die effektivsten Macher, wenn wir nichts machen und dadurch Gottes Macht Raum geben. Personen wirken durch ihr Tun, durch ihre Persönlichkeit und ganz besonders durch ihre Durchlässigkeit für Gottes Wirkkraft. Geistlich Leitende sind Gefässe, Kanäle, Brunnenrohre für den Heiligen Geist.
Manchmal merken wir selbst, wie Gott durch uns wirkt, oft bleibt es uns verborgen. Dieses Geheimnis der göttlichen Wirkkraft finde ich schön in Gerhard Tersteegens Bild von der Blume beschrieben: „Herr, komm in mir wohnen, lass dein schnstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stillehalten: Lass mich so still und froh Deine Strahlen fassen, Dich nur wirken lassen.“ Selbstverständlich tun wir im Projekt Stefansviertel im Moment nicht nichts. Im Moment liegt unser Schwerpunkt darauf, eine Bauherrenvertretung zu finden und die Projektorganisation für die kommenden intensiven Phasen vorzubereiten. Im Bild gesprochen packen wir unseren Rucksack fertig und überprüfen die geplante Route nochmals, bevor wir am nächsten frühen Morgen zur mehrtägigen Wanderung aufbrechen. Nun wurde uns mitten in dieses Tun etwas geschenkt, was wir noch überhaupt nicht auf unserem Radar hatten. Das Stefansviertel, so formulieren wir es in unserer Vision, fördert eine tragfähige Gemeinschaft, ermöglicht persönlichen Rückzug und bietet Raum für individuelles Wachstum. Und zu eben diesem letzten hat uns Gott eine Türe geöffnet, ohne dass wir sie gesucht haben. In unserem Projektwettbewerb haben wir von Joker-Räumen geschrieben. Nun sind wir über unser DEEDS mit Monika Wittwer in Kontakt gekommen, die genau diese Art Raum braucht. Gott sei Dank haben wir unser bestehendes Pfarrzimmer bereits vor einigen Monaten dahingehend umgestaltet, dass es als Test-Joker-Raum bereits heute genutzt werden kann. Wir bauen nicht um, um uns zu verändern, sondern wir bauen, weil wir uns verändern. Es ist eine Investition in eine lebendige Kirche und in ein lebendiges Quartier.

Monika Wittwer stellt sich hier gleich selbst vor und berichtet von ihrem Vorhaben – wir wünschen ihr herzlich Gottes Segen dafür.
Ich bin Monika Wittwer, seit 2007 mit Simi (kurz für Simon) verheiratet und stolze Besitzerin von zwei Katzen: Timmy und Milo. Zuhause bin ich gleich gegenüber vom COFFEE&DEEDS im Stefanshof. Derzeit arbeite ich Teilzeit als Office Managerin in einer Baufirma in Zürich. Daneben bin ich in der Ausbildung als individualpsychologische Beraterin. Bis vor einem Jahr war ich in der Jugendarbeit tätig. In den mehr als zehn Jahren, die ich mit Jugendlichen gearbeitet habe, hat es mich immer wieder fasziniert zu sehen, wie sie sich von Jahr zu Jahr verändern und weiterentwickeln. Da ist so viel Energie und Potenzial vorhanden. Ich habe miterlebt, was ein positives und ermutigendes Umfeld für einen Unterschied im Leben von jungen Menschen macht. Das hat mich inspiriert, selbst ein solches Umfeld für andere zu gestalten. Deshalb möchte ich mich als Beraterin selbstständig machen und Menschen begleiten und beraten, um in schwierigen Lebensphasen neuen Halt und eine Perspektive zu finden. Momentan spezialisiere ich mich auf Paarberatung und Einzelberatung. Das beinhaltet Themen wie: wiederkehrende Probleme/ Konflikte, Persönlichkeitsentwicklung, Unterstützung bei Lebensfragen oder sich selbst besser kennenlernen. Mehr dazu finden Sie auf meiner Website: www.takecare- beratung.ch Mit dem Stefansviertel geht es nun so weiter, dass wir eine Bauherrenvertretung engagieren und mit ihr und dem Architekten Lukas Imhof das Wettbewerbsresultat überarbeiten. Parallel dazu werden in den nächsten Monaten die Baukommission und die Arbeitskreise formiert, die sich Arbeitsbereichen wie beispielsweise Bau, Betrieb, Kommunikation, Aus- und Wiedereinzug oder eben dem Testing (Ausprobieren von Neuem) widmen werden. Wir sind gespannt auf den weiteren Weg, den Gott mit uns gehen wird.

Marcel Grob, Stefansviertel