Abschied von Hirzenbach

20220408_184115 (Foto: Katrin Stalder)
gekommen, Abschied zu nehmen von der Kirche, der Orgel, den Klavieren und natürlich hauptsächlich von Ihnen allen, mit denen ich in dieser Zeit unterwegs war. Ein neues Arbeitsfeld wartet auf mich mit einerseits ähnlichen, andererseits auch für mich ganz neuen Aufgaben.
Im Mai wurde ich auf eine offene Kirchenmusikerstelle in Schlieren aufmerksam gemacht. Nach längerem Nachdenken, ob ich überhaupt darauf reagieren sollte, liess ich mich auf den Bewerbungsprozess ein und wurde – recht unerwartet für mich – auch gewählt. Es folgten nochmals ein intensives Überlegen und mehrere Gespräche, bis ich mich dann entschlossen habe, die Stelle anzunehmen. Alles kam recht plötzlich und schnell, und ich habe nur mit schwerem Herzen die Kündigung nach Hirzenbach geschickt. Die Gründe sind, ganz kurz zusammengefasst, dass ich in Schlieren ein höheres Pensum habe, die Kirche viel näher an meinem Wohnort Bergdietikon liegt und dass die Orgel sicher stehenbleibt.

Auch wenn mir der Abschied schwerfällt, blicke ich doch voller Dankbarkeit auf die neun Jahre zurück. Es war so viel mehr als Orgelspielen! Die Stefanskirche ist zu einer Heimat geworden für mich, es gibt so viele Leute, die mir ans Herz gewachsen sind und mitdenen mich viele schöne Erinnerungen verbinden. Musikalisch konnte ich in dieser Zeit viele Ideen verwirklichen, neue Dinge ausprobieren, sowohl selber Akzente setzen als auch anderen Leuten Raum geben und zusehen, was für eine unglaubliche Kreativität und Musikalität in dieser Gemeinde steckt! Das hat zusammen ein schönes Miteinander ergeben und eine Dynamik erzeugt, in der es mir leichtgefallen ist zu arbeiten. Diese Erfahrung, wie Kirche gestaltet werden kann, auch wie sie geleitet und gelebt wird, werde ich in meinem Herzen mitnehmen und weitertragen.

So ist der Abschied auch ein froher und dankbarer. Bis Ende September werde ich noch in Hirzenbach sein und die Gottesdienste musikalisch mitgestalten. Auf Begegnungen mit Ihnen in diesen Wochen freue ich mich!

Philipp Neukom, Kirchenmusiker