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Marcel Grob

Häufige Fragen und ihre Antworten

Wieso werden die bestehende Kirche, das Pfarrhaus und das Kirchgemeindehaus abgerissen und ein Neubau geplant?
Als Kirchgemeinde im Quartier haben wir einen öffentlichen Auftrag, den wir entsprechend dem Leitbild der Kirchgemeinde wahrnehmen wollen. Um die Tätigkeiten als zeitgenössische, belebte und alltagsrelevante Kirchgemeinde in Zukunft durchführen zu können, soll ein Neubau die bestmöglichen Voraussetzungen dazu schaffen. Das Potential der gemeindeeigenen Liegenschaft inmitten des sich in Umbruch befindenden Quartiers Hirzenbach ist dafür gross. Zudem sind die Voraussetzungen für eine umfassende Liegenschaftsentwicklung bezüglich baulicher Richtlinien, Finanzen und Organisationsstruktur gegeben. Schliesslich ist die vorhandene Bausubstanz nicht zukunftsträchtig. Es wurde darum bereits seit mehreren Jahren auf grössere Investitionen in die Liegenschaft verzichtet. Aus diesen Gründen entschied die Kirchgemeindeversammlung mit der Gutheissung eines Planungskredites die Ausarbeitung eines Projektes, welches einen kompletten Ersatzneubau vorsieht.

Was soll gebaut werden?
Es handelt sich um einen Ersatzneubau, das heisst es wird wieder eine Kirche mit all ihren Nebenräumen gebaut werden. Nebst der Kirche sollen ausserdem mehrere Wohnungen realisiert werden. Weitere Nutzungen werden aktuell durch die Planungskommission geprüft. Wie der Neubau aussehen wird, ist zurzeit noch offen, denn die ersten gestalterischen Entwürfe werden erst im Architekturwettbewerb im Jahr 2020 erarbeitet.
Das Projekt soll wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig sein. Es soll sich über die Zeit weiterentwickeln können, um so dem Bedarf von heute und der Zukunft gerecht zu werden. Nebst der Kirchgemeinde soll auch für das Quartier ein Ort der Heimat entstehen.

Für welche Aktivitäten wird gebaut?
Es soll ein belebter Ort werden, welcher auch Raum für Rückzug bietet. Es sollen verschiedene Nutzungen mit Alltagsbezug und Mehrwert fürs Quartier geplant werden. Der Neubau soll ein ganzheitliches Leben am Ort fördern und soll Nutzungen in den Bereichen Spiritualität, Wohnen, Arbeiten und Freizeit beherbergen und verschiedenste Menschen aus dem Quartier ansprechen.

Wieviel kostet das Projekt?
Eine Expertise einer externen Firma schätzt das Investitionsvolumen auf rund CHF 25 bis 30 Millionen. Je weiter die Planung fortgeschritten ist, umso genauer werden die Kosten beziffert werden können.

Wie wird es langfristig finanziert?
Das aktuelle Vermögen und das eigene Bauland stellen eine gute wirtschaftliche Ausgangslage für ein langfristig finanzierbares Projekt dar. Über die Erträge aus dem Betrieb des Ersatzneubaus kann die Finanzierung langfristig gesichert werden.

Wird es ein Renditeobjekt?
Nein, finanzieller Gewinn ist nicht unser Ziel. Die Mittel der Kirchgemeinde sollen jedoch so investiert werden, dass ein wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltiger Gemeindeaufbau möglich ist.

Wann wird gebaut?
Die Planung hat begonnen. Bis Ende Jahr 2019 wird das Wettbewerbsprogramm erstellt, so dass der Architekturwettbewerb im Jahr 2020 stattfinden kann. Die Ausarbeitung des konkreten Bauprojektes und die Realisierung benötigt in etwa drei Jahre, so könnten die neuen Gebäude frühestens Ende 2023 eingeweiht werden. Wir stehen jedoch nicht unter Zeitdruck, es ist möglich, dass die Planungsphase verlängert werden wird.

Wo finden die Aktivitäten der Kirchgemeinde in der Bauphase statt?
Einerseits werden aktuell alternative Räumlichkeiten (für Gottesdienste, etc.) im Quartier gesucht. Andererseits sehen wird diese Zwischenzeit auch als Chance zum Ausprobieren von neuen Formen des Kirche-Seins. Wie und was genau ausprobiert werden kann ist noch offen. Das Pflegen der Gemeinschaft, die Ausrichtung auf das Quartier und ein vielfältiges Angebot sollen jedoch unbedingt bestehen bleiben. Die Planung dieser Zwischenzeit hat eben erst begonnen.

Wie wird informiert? Wie kann ich meine Meinung einbringen?
Es ist uns ein Anliegen, dass Kirchgänger, die Stimmbevölkerung und die breite Öffentlichkeit regelmässig informiert und wo sinnvoll miteinbezogen werden. Dazu wird ein » breites Mitwirkungsverfahren aufgegleist. Es wird verschiedene Möglichkeiten geben sich einzubringen. Geplant sind regelmässige Umfragen online und in der Kirchgemeinde, Gespräche mit kirchennahen Personen sowie Institutionen und Akteuren aus dem Quartier, eine physische Informationswand und Briefkasten für Bedenken, Wünsche, Ideen und offene Fragen, sowie Interaktionsmöglichkeiten auf der Webseite.
Daten der Infoanlässe und Details zu den unterschiedlichen Kanälen werden bei gegebener Zeit über die Website publiziert. Das ausführlichere Mitwirkungskonzept (2019_07_26_Mitwirkungskonzept_Ersatzneubau) ist öffentlich zugänglich. Zudem sind » Personen in der Planungskommission Ansprechpartner. Gespräche und Inputs sind uns wichtig.

Wer ist Ansprechperson?
Thomas Sommer aus der Kirchenpflege ist Projektleiter. Er und sechs weitere Personen bilden die » Planungskommission. Über die eMailadresse kommen Sie mit uns in Kontakt.

Wie werden andere Kirchgemeinden und Institutionen in die Planung miteinbezogen?
Die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen, anderen Kirchgemeinden und der kantonalen Landeskirche ist bereits heute sehr gut. Es ist uns wichtig hoch vernetzt zu sein. Denn unser Projekt soll breit abgestützt sein. Durch ein effektives Mitwirkungsverfahren, den Einbezug externer Experten und einer professionell geführten Planungsorganisation soll ein robustes Projekt mit grosser Zustimmung in der Kirchgemeinde und im Quartier entstehen. Die inhaltliche Planung des Nutzungskonzeptes und die Durchführung des Architekturwettbewerbs liegen bei der Planungskommission. Die letztendliche Entscheidung über die Realisierung des Bauprojekts liegt mit dem Entscheid über die Sprechung des Baukredits (Anfangs 2022) bei den reformierten Stimmberechtigten.

Gibt es Referenzprojekte?
Ja, es gibt untersuchte Referenzprojekte und um weitere Inspiration sind wir dankbar! Die Absichten der Kirchgemeinde und die Ausgangslage im Kontext des Quartiers Hirzenbach machen das Projekt jedoch einzigartig, sodass wohl kein bestehendes Projekt als Ganzes kopiert werden kann. Dennoch lernen wir von guten Referenzprojekten bezüglich Gesamtkonzeptualisierung, Spiritualität, Wohnen, Arbeit und Freizeit. Die Referenzprojekte werden zu gegebener Zeit und mit entsprechenden Kommentaren kommuniziert.

Wieso soll sich das Quartier auf diesen Bau freuen?
Es soll ein belebter Ort werden, welcher spontane Interaktionen fördert und Raum für tiefe Beziehungen bietet. Nebst der Kirche sollen auch Räume für Arbeit und Freizeit für Quartierbewohner zugänglich sein. Nebst der Entwicklung der Kirchgemeinde soll so auch die Quartiergemeinschaft gestärkt werden. Ein ästhetischer und qualitativ hochwertiger Bau soll ausserdem die Identifikation mit dem Quartier fördern.

Wird der Neubau als Kirche wahrgenommen werden (Kirchturm, Glocken)?
Ja, die Kirche soll als solches äusserlich wahrgenommen werden. Zurzeit sind jedoch noch keine Entscheidungen über die Umsetzung klassischer Merkmale wie zum Beispiel eines Glockenturms oder dessen Neuinterpretation getroffen. Die ersten gestalterischen Entwürfe werden während des Architekturwettbewerbs entstehen und anschliessend noch weiter verfeinert.

Wird es noch eine Orgel geben?
Die Frage nach einer Orgel ist noch unbeantwortet. Diese Frage ist eng verbunden mit der zentralen Entscheidung über die Nutzungsanforderungen und somit der Ausstattung des Kirchenraumes. Diese Frage wird mit der Ausarbeitung des Nutzungskonzeptes bearbeitet und beantwortet.

Für wen wird gebaut? Wer ist dann willkommen? Wer soll sich da zuhause fühlen?
Wir wollen Menschen aus unserem Quartier erreichen. Der Neubau soll nicht für einzelne spezifische Gruppen (wie Senioren, Singles, Kinder, Yuppies, Fromme etc.) bestimmt sein. Alltagsbezogene Nutzungen in den Bereichen Spiritualität, Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen vielfältige Nutzergruppen ansprechen. Spontane Bekanntschaften und authentische Gemeinschaften sollen die Kirchgemeinde und das Quartier bereichern und für unterschiedlichste Menschen Heimat sein.

Baut und betreibt man ökologisch nachhaltig?
Selbstverständlich. All die Themen wie ökologische Materialien, geringer Energieverbrauch und Wiederverwendbarkeit von Bausubstanz werden ernst genommen. Dafür wollen wir einen finanziellen Mehraufwand budgetieren.

Wer und wie viele sollen hier wohnen?
Diversität in der Mieterschaft ist ein zentrales Anliegen. Familien, Alleinstehende, Alt wie Jung und verschiedene Nationalitäten sollen hier wohnen. Es soll kein besonderer Lebensstil oder sozialer Status bevorzugt werden. Je nach Anzahl Personen pro Haushalt, angestrebter Ökologie und Ausbaustandard ändert sich der Quadratmeterbedarf pro Bewohner. Dieser und der Anteil an privaten und geteilten Wohnflächen an der Gesamtfläche werden massgebend für die Anzahl Bewohner sein. Es sollen so zwischen 60 und 130 Menschen hier wohnen können.

Wie zugänglich wird der Neubau sein?
Zugänglichkeit und Alltagsbezug sind uns wichtig. Der Neubau soll über die Themen Arbeit, Freizeit, Wohnen und Spiritualität ins Quartier integriert sein und so die Nachbarschaft beleben und von ihr belebt werden. Unterschiedlichste Bedürfnisse von Menschen sollen wahrgenommen werden, sodass Leben in allen Facetten stattfinden kann. Dabei sollen nebst der Zugänglichkeit auch die Freiwilligkeit und Freiheit grossgeschrieben werden. Der physische Zugang zu den öffentlichen Räumen und allfällige Durchgänge werden entsprechend gestaltet.
Bereitgestellt: 26.07.2019    Besuche: 45 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch