Verantwortlich: Debora Torre
Bereitgestellt: 27.09.2024
Abstimmung zum Reformprozess der Kirchgemeinden der Stadt Zürich
Die Reformierte Kirche Zürich ist im Wandel. Dies ruft nach einer Reform der Strukturen. Am 28. September 2014 stimmten die Reformierten von Zürich und Oberengstringen an der Urne über zwei mögliche Modelle ab, wobei Modell 1, das eine einzige Kirchgemeinde auf Stadtgebiet vorsieht, deutlich angenommen wurde.
Kirchenpflege der reformierten Kirche Zürich Hirzenbach,
Überlegungen der Kirchenpflege Hirzenbach
Die Kirchenpflege und Mitarbeitenden haben sich mit einem von Prof. Ralph Kunz empfohlenen Coach auf den Weg gemacht, Möglichkeiten zur Profilierung auszuloten. In der Diskussion zeigt sich ganz klar, dass für Hirzenbach das wagemutigere Modell 1 wesentlich mehr Gestaltungsraum zum Aufbruch bietet. In Modell 1 müssen viele Elemente neu bedacht und gestaltet werden. Mit Modell 2 wird der alte Weg festgeschrieben und kein neuer Boden aufgebrochen. Wirklich neue Wege können aber nur in einem Umfeld beschritten werden, in dem alle „Mitspieler“ sich neu orientieren müssen.
Ihre Kirchenpflege
Die Lebensweise der Bevölkerung verändert sich, die Zahl der Gemeindeglieder sinkt und die Einnahmen gehen zurück. Die Strukturen der Reformierten Kirche Zürich sind jedoch noch die gleichen wie zu Zeiten, als es fast drei Mal so viele Reformierte gab.
Eine Reform der Strukturen ist deshalb unumgänglich. Sie soll eine stärkere Profilierung ermöglichen,
die Finanzierung nachhaltig sicherstellen, die Flexibilität erhöhen und den Mitarbeitenden und Behörden vor Ort mehr Zeit für die Programmgestaltung geben. Ziel ist ein Angebot, das mehr Menschen erreicht als bisher.
Zwei Vorschläge
Am 28. September 2014 haben die reformierten Stimmberechtigten an der Urne zu zwei Strukturmodellen Stellung bezogen:
Im Modell 1 wird eine gesamtstädtische Kirchgemeinde gebildet. Die bisherigen Kirchgemeinden werden durch grössere Teilgemeinden abgelöst. Die Teilgemeinden erhalten ein Budget zur eigenen Verfügung und gestalten das kirchliche Leben vor Ort.
Im Modell 2 schliessen sich die heutigen Kirchgemeinden unter dem Dach des Reformierten Stadtverbandes zu grösseren Einheiten zusammen. Dienstleistungen im Bereich Finanzen, Liegenschaften und Personal werden vermehrt zentralisiert. Die Kirchgemeinden setzen ihre Mittel innerhalb der Vorgaben des Verbandes ein.
Abstimmungsresultat
In der Urnenabstimmung über die künftige Struktur der Reformierten Kirche Zürich haben die Kirchgemeinden mit 32 zu 2 im Stichentscheid überaus deutlich für Modell 1, das heisst für eine Kirchgemeinde auf Stadtgebiet gestimmt. Für Modell 2 waren im Stichentscheid nur die Kirchgemeinden Oberengstringen und Witikon. Die Stimmbeteiligung in den Kirchgemeinden liegt zwischen 44 und 23 Prozent.
Andreas Hurter, Präsident des Stadtverbandes der Reformierten Kirche Zürich, ist erfreut über das deutliche Resultat: „Es ist erfreulich, dass das Resultat deutlich ausgefallen ist. Nun können wir die Reform zügig und umsichtig umsetzen.“ Schon am 21.Oktober diskutiert die Konferenz der städtischen Gemeindepräsidien über die Umsetzung der neuen Struktur.
Pfarrer Roland Diethelm vom Komitee für eine Kirchgemeinde spricht von einem „Freudentag für die reformierte Kirche in der Stadt und im Kanton Zürich“: „Wichtig ist, dass behutsam mit den bestehenden Gemeinden umgegangen wird und das kirchliche Leben nicht zentralisiert wird.“
Enttäuscht zeigt sich Jean E. Bollier, Kirchgemeindepräsident von Höngg: „Das ist eine grosse Niederlage. Nicht einmal meine Kirchgemeinde ist mir gefolgt.“
Kirchenratspräsident Pfarrer Michel Müller ist „beeindruckt vom Reformwillen“ der Stadtzürcher Kirchgemeinden. „Der Kirchenrat wir sie im Rahmen des übergeordneten Rechts und unter Vorbehalt der letztendlichen Beschlüsse der Kirchensynode bei den nötigen Umsetzungsschritten unterstützen“, verspricht er.
Auf Stadtebene wird aus den 33 Kirchgemeinden und Oberengstringen nun eine Kirchgemeinde mit einer noch nicht bestimmten Zahl Teilgemeinden gebildet. Die Liegenschaften werden zentral verwaltet werden. Der Präsident des Stadtverbandes, Andreas Hurter, skizziert den ambitiösen Zeitplan: „In der laufenden Legislatur soll alles so vorbereitet werden, dass 2019 in der neuen Struktur gearbeitet werden kann.“ Er betont, dass dies in einem breit abgestützten Dialogprozess geschieht.
Weitere Informationen unter » www.kirchenreform-zh.ch
Die Kirchenpflege und Mitarbeitenden haben sich mit einem von Prof. Ralph Kunz empfohlenen Coach auf den Weg gemacht, Möglichkeiten zur Profilierung auszuloten. In der Diskussion zeigt sich ganz klar, dass für Hirzenbach das wagemutigere Modell 1 wesentlich mehr Gestaltungsraum zum Aufbruch bietet. In Modell 1 müssen viele Elemente neu bedacht und gestaltet werden. Mit Modell 2 wird der alte Weg festgeschrieben und kein neuer Boden aufgebrochen. Wirklich neue Wege können aber nur in einem Umfeld beschritten werden, in dem alle „Mitspieler“ sich neu orientieren müssen.
Ihre Kirchenpflege
Die Lebensweise der Bevölkerung verändert sich, die Zahl der Gemeindeglieder sinkt und die Einnahmen gehen zurück. Die Strukturen der Reformierten Kirche Zürich sind jedoch noch die gleichen wie zu Zeiten, als es fast drei Mal so viele Reformierte gab.
Eine Reform der Strukturen ist deshalb unumgänglich. Sie soll eine stärkere Profilierung ermöglichen,
die Finanzierung nachhaltig sicherstellen, die Flexibilität erhöhen und den Mitarbeitenden und Behörden vor Ort mehr Zeit für die Programmgestaltung geben. Ziel ist ein Angebot, das mehr Menschen erreicht als bisher.
Zwei Vorschläge
Am 28. September 2014 haben die reformierten Stimmberechtigten an der Urne zu zwei Strukturmodellen Stellung bezogen:
Im Modell 1 wird eine gesamtstädtische Kirchgemeinde gebildet. Die bisherigen Kirchgemeinden werden durch grössere Teilgemeinden abgelöst. Die Teilgemeinden erhalten ein Budget zur eigenen Verfügung und gestalten das kirchliche Leben vor Ort.
Im Modell 2 schliessen sich die heutigen Kirchgemeinden unter dem Dach des Reformierten Stadtverbandes zu grösseren Einheiten zusammen. Dienstleistungen im Bereich Finanzen, Liegenschaften und Personal werden vermehrt zentralisiert. Die Kirchgemeinden setzen ihre Mittel innerhalb der Vorgaben des Verbandes ein.
Abstimmungsresultat
In der Urnenabstimmung über die künftige Struktur der Reformierten Kirche Zürich haben die Kirchgemeinden mit 32 zu 2 im Stichentscheid überaus deutlich für Modell 1, das heisst für eine Kirchgemeinde auf Stadtgebiet gestimmt. Für Modell 2 waren im Stichentscheid nur die Kirchgemeinden Oberengstringen und Witikon. Die Stimmbeteiligung in den Kirchgemeinden liegt zwischen 44 und 23 Prozent.
Andreas Hurter, Präsident des Stadtverbandes der Reformierten Kirche Zürich, ist erfreut über das deutliche Resultat: „Es ist erfreulich, dass das Resultat deutlich ausgefallen ist. Nun können wir die Reform zügig und umsichtig umsetzen.“ Schon am 21.Oktober diskutiert die Konferenz der städtischen Gemeindepräsidien über die Umsetzung der neuen Struktur.
Pfarrer Roland Diethelm vom Komitee für eine Kirchgemeinde spricht von einem „Freudentag für die reformierte Kirche in der Stadt und im Kanton Zürich“: „Wichtig ist, dass behutsam mit den bestehenden Gemeinden umgegangen wird und das kirchliche Leben nicht zentralisiert wird.“
Enttäuscht zeigt sich Jean E. Bollier, Kirchgemeindepräsident von Höngg: „Das ist eine grosse Niederlage. Nicht einmal meine Kirchgemeinde ist mir gefolgt.“
Kirchenratspräsident Pfarrer Michel Müller ist „beeindruckt vom Reformwillen“ der Stadtzürcher Kirchgemeinden. „Der Kirchenrat wir sie im Rahmen des übergeordneten Rechts und unter Vorbehalt der letztendlichen Beschlüsse der Kirchensynode bei den nötigen Umsetzungsschritten unterstützen“, verspricht er.
Auf Stadtebene wird aus den 33 Kirchgemeinden und Oberengstringen nun eine Kirchgemeinde mit einer noch nicht bestimmten Zahl Teilgemeinden gebildet. Die Liegenschaften werden zentral verwaltet werden. Der Präsident des Stadtverbandes, Andreas Hurter, skizziert den ambitiösen Zeitplan: „In der laufenden Legislatur soll alles so vorbereitet werden, dass 2019 in der neuen Struktur gearbeitet werden kann.“ Er betont, dass dies in einem breit abgestützten Dialogprozess geschieht.
Weitere Informationen unter » www.kirchenreform-zh.ch

