ESH: gemeinschaftlich leben und lernen

ESH (Foto: Niklas Langemann)
Das ESH ist mehr als eine Unterkunft - es ist Hilfe und Stärkung sowohl im Studium als auch danach. Ein Rückblick auf die vergangenen Monate
Im ehemaligen Pfarrhaus an der Stettbachstrasse residiert seit über zwei Jahren das Evangelische Studienhaus Zürich (ESH), das Theologiestudierende in einem günstigen Wohnraum Raum für theologische Reflexionen, Gemeinschaft und Anschluss an unsere Kirchgemeinde bieten. Dieser Rückblick auf die vergangenen Monate (August 2025 – April 2026) gibt einen Einblick in das WG-Leben:

In den letzten Semestern war das ESH geprägt von Bewegung und Veränderung, die auch mit dem neuen Jahr weitergehen. Wir dürfen auf diese Monate mit Dankbarkeit zurückblicken, auf vieles, was unser gemeinsames Leben bereichert hat.

Es gab viele Aktionen, die unseren Alltag lebendig gemacht haben. Der lebendige Adventskalender, das von Maria und Tabea gebastelte Adventsfenster und unsere kleinere Weihnachtsfeier haben das Haus in der dunkleren Jahreszeit mit Wärme und Begegnung gefüllt. Besonders in Erinnerung geblieben ist auch unser WG-Tag im Escape Room sowie das Treffen mit dem ESH-Vorstand zum Pizzaessen. Zusammen mit der spontanen und praktischen Hilfe, die wir von Matthias Käser aus der Kirchenpflege bezüglich verschiedener Fragen im Haus erfahren haben, durften wir mit viel Dankbarkeit in diesen Semestern die Gesichter der Menschen sehen, die unser Leben hier im ESH ermöglichen und unterstützen.

Eine wichtige Konstante blieb unser wöchentliches Morgengebet am Donnerstag. In einer selbstgeschriebenen Liturgie singen wir gemeinsam Taizé- oder Worship-Lieder, bringen das vor Gott, was uns gerade bewegt, und beten füreinander; bei Krankheit, Prüfungsstress oder auch, um für schöne Erlebnisse im Alltag Danke zu sagen. Neben dem Morgengebet treffen wir uns weiterhin zweiwöchentlich zu unserem WG-Abend – wohl die zweitgrösste Konstante inmitten unserer unterschiedlichen Lebensrealitäten. Auch ganz praktische Dinge haben unser Zusammenleben bereichert. Die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine trägt zuverlässig zur täglichen Energiezufuhr bei. Kombiniert mit spontanen Kochabenden, entspannten Nachmittagen im Lieblings-Wohnzimmer mit Co-Working, Co-Stricken und Co-Entspannen ist unsere WG zu einem echten Wohlfühlort geworden. Zu unseren gemeinsamen Errungenschaften zählt sicherlich die „Herr der Ringe“-Trilogie im Extended Cut – insgesamt zwölf Stunden, verteilt auf mehrere Abende und begleitet von reichlich festlichem Essen und Snacks. Derzeit befinden wir uns auch mitten in der Hobbit-Trilogie, die wir dieses Semester ebenfalls abschliessen wollen.

Im letzten Semester gab es auch personelle Veränderungen: Im Sommer letzten Jahres sind Rahel und Sam ausgezogen, und Ende August sind Beni und Tabea eingezogen. Im Frühjahr ist mit Anouk eine der ersten Bewohnerinnen des ESH ausgezogen. In ihr Zimmer ist Carina eingezogen. Aktuell besteht das ESH aus Beni, Tabea, Carina, Ronja, Maria und Niklas. Mit jedem Wechsel kommt eine neue Dynamik in die WG, und umso dankbarer sind wir, dass sich diese Konstellation schnell eingespielt hat und eine sehr heimische Atmosphäre entstanden ist. Unser Haus ist zudem oft ein Ort für Gäste. Die Selbstverständlichkeit, Freundinnen und Freunde zu beherbergen, empfinde ich als etwas sehr Wertvolles. Zunehmend bemühen wir uns auch, in unserer Nachbarschaft präsenter zu sein und Kontakte aufzubauen. Maria, Tabea und Ronja durften hier bereits schöne Bekanntschaften machen, die letztlich auch dazu motiviert haben, einen lebendigen Adventskalender zu organisieren und die Nachbarschaft einzuladen.

Mit Freude blicken wir auf das restliche Jahr, das erneut von Veränderungen geprägt sein wird. Manche von uns schliessen ihr Studium ab, andere überlegen, ihren Aufenthalt in Zürich zu verlängern. Im Horizont dieser kommenden Herausforderung bleibt und ist uns aber das ESH mehr als nur eine ‚Unterkunft‘, sondern auch eine Hilfe und Stärkung sowohl im Studium als auch danach.
Für das ESH, Niklas Langemann