IMK-Studie 2025 zu unserer Kirchgemeinde

Im vergangenen Jahr haben Mitglieder unserer Reformierten Kirche Hirzenbach - Stefanskirche an einer Studie des IMK (Institut zur Erforschung von Mission und Kirche) aus Österreich teilgenommen. Insgesamt nahmen 15 Gemeinden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Die hohe Beteiligung (61 Personen) macht die Ergebnisse zu einem aussagekräftigen Querschnitt der aktiven Mitglieder, auch wenn sie statistisch nicht repräsentativ sind. Danke an alle, die mitgemacht haben! Die IMK-Studie 2025 bestätigt unser Profil einer lebendigen, engagierten und geistlich geprägten Gemeinde, die sich stark mit unserem Quartier verbunden fühlt. Doch was kam genau bei der Studie heraus?

Benni Limbeck hat dankenswerterweise die über zwanzigseitige Auswertung für uns interpretiert. Dieses Extrakt basiert darauf.

Fünf wichtige Erkenntnisse
1. Drei Viertel der Befragten sind mit unserer Gemeinde zufrieden; sie erleben Hirzenbach als geistlich gefestigt und sozial aktiv. Das Vertrauen in die Leitung und die gegenseitige Verbundenheit werden besonders positiv bewertet. Das gilt vor allem im Bereich Kinder- und Jugendarbeit, der als zentrale Stärke wahrgenommen wird.
2. Unsere Gemeinde zeigt ein ausgesprochen religiöses Selbstverständnis. Rund 80 % der Befragten beten mehrmals täglich, viele lesen regelmässig in der Bibel und berichten, Gottes Wirken unmittelbar zu erfahren. Dazu sind sie auch offen, über die Grenzen unseres Gottesdienstes und unserer Gemeinde hinaus, sich selbst theologisch weiterzubilden und Ressourcen für den Glauben in Anspruch zu nehmen. Das weist auf eine lebendige und mündige Glaubenspraxis hin.
3. Wir sind in unserem Quartier vor allem für unsere Integrations- und Sozialarbeit bekannt, z.B. durch die Villa YoYo, den Mittagstisch, das COFFEE&DEEDS und die Ferienangebote für Kinder. Das Engagement in Umwelt- und Klimafragen fällt dagegen schwach aus. Hier sieht die Studie Potenzial für die künftige Entwicklung.
4. Unsere Gemeinde wirkt nach aussen homogen. Der Kontakt zu Menschen mit unterschiedlichen kulturellen oder weltanschaulichen Hintergründen bleibt begrenzt, obwohl viele unserer Mitglieder ihren Glauben stark persönlich leben. Das stellt uns vor die Frage, ob wir in Hirzenbach missionarisch und kulturell offener werden möchten.
5. Unsere Gottesdienste werden als „eher zufriedenstellend“ und nur selten als „voll erfüllend“ erlebt. Elemente wie Beichte oder Taufgedenken spielen bei uns kaum eine Rolle; das könnten neue Impulse für uns sein. Die zurückhaltende Bewertung unserer Kirchenräume weist darauf hin, dass viele schon den Blick auf unseren zukünftigen Neubau gerichtet haben.

Fazit
Insgesamt bietet die Studie keinen abschliessenden Befund, sondern eine Einladung zur gemeinsamen Reflexion. Sie bietet Anlass, um für unsere bestehenden Stärken dankbar zu sein! Lasst uns auch darüber reden, wie wir offener werden können für die Begegnung mit Menschen aus anderen kulturellen und weltanschaulichen Kontexten, bewusster auf die Umwelt schauen und Schätze der kirchlichen Tradition wie Taufgedenken und Beichte in unser Gemeindeleben einbauen können. Ein Gespräch, das wir aufnehmen sollten.
Für die Kirchenpflege, Thomas Bucher